Nürnberger Lebkuchen – Leckerer Oblatenlebkuchen

Nürnberger Lebkuchen – Leckerer Oblatenlebkuchen

Nürnberger Lebkuchen ist weltbekannt und seit 1.1.1996 handelt es sich dabei um eine geschützte Herkunftsangabe. Das heißt, dass Lebkuchen, die zum Verkauf angeboten und nur als Nürnberger Lebkuchen bezeichnet werden dürfen, wenn sie auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg hergestellt wurden. Eine Aussage über die Qualität ist mit der Bezeichnung allerdings nicht verbunden. Bei unserem Rezept handelt es sich um ein altes Backrezept, bei dem leider nur die Bezeichnung Nürnberger Lebkuchen angegeben war. Da wir die Lebkuchen nicht verkaufen, sondern nur zum Privatgebrauch hier veröffentlichen, haben wir die Bezeichnung daher übernommen. Diesen Lebkuchen einfach nur Oblatenlebkuchen zu nennen wäre zwar zutreffend, aber langweilig.

BUKECHI | Nürnberger Lebkuchen

Bereits ab dem 12. Jahrhundert sollen in Nürnberg Lebkuchen gebacken worden sein. Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Lebküchner 1395. Da die Stadt Nürnberg an einem Kreuzungspunkt wichtiger mittelalterlicher Handelsrouten lag, waren die zur Herstellung der Lebkuchen benötigten exotischen Gewürze früh in genügender Menge vorhanden. Während man Lebkuchen in den meisten Regionen Deutschlands als typisches Weihnachtsgebäck ansieht und sie daher im Herbst, bis in die Weihnachtszeit zu erwerben sind, kann man die Nürnberger Lebkuchen in Nürnberg das ganze Jahr über kaufen und auch bestellen.

BUKECHI | Nürnberger Lebkuchen

Christkindlesmarkt – Vom Nationalsozialismus neu belebt

Heute gehört die Stadt Nürnberg zu den Städten, die in Deutschland und auch weltweit bekannt sind für ihren Weihnachtsmarkt, der in Nürnberg Christkindlesmarkt heißt und traditionell am Freitag vor dem ersten Advent vom Christkind him… sorry herself mit einer Erklärung eröffnet wird:

Ihr Herrn und Frau’n, die Ihr einst Kinder wart, Ihr Kleinen, am Beginn der Lebensfahrt, ein jeder, der sich heute freut und morgen wieder plagt: Hört alle zu, was Euch das Christkind sagt!

In jedem Jahr, vier Wochen vor der Zeit, da man den Christbaum schmückt und sich aufs Feiern freut, ersteht auf diesem Platz, der Ahn hat’s schon gekannt, was Ihr hier seht, Christkindlesmarkt genannt.

Dies Städtlein in der Stadt, aus Holz und Tuch gemacht, so flüchtig, wie es scheint, in seiner kurzen Pracht, ist doch von Ewigkeit. Mein Markt bleibt immer jung, solang’ es Nürnberg gibt und die Erinnerung.

Denn alt und jung zugleich ist Nürnbergs Angesicht, das viele Züge trägt. Ihr zählt sie alle nicht! Da ist der edle Platz. Doch ihm sind zugesellt Hochhäuser dieses Tags, Fabriken dieser Welt.

Die neue Stadt im Grün. Und doch bleibt’s alle Zeit, Ihr Herrn und Frau’n: das Nürnberg, das Ihr seid. Am Saum des Jahres steht nun bald der Tag, an dem man selbst sich wünschen und andern schenken mag.

Doch leuchtet der Markt im Licht weit und breit, Schmuck, Kugeln und selige Weihnachtszeit, dann vergesst nicht, Ihr Herrn und Frau’n, und bedenkt, wer alles schon hat, der braucht nichts geschenkt.

Die Kinder der Welt und die armen Leut’, die wissen am besten, was Schenken bedeut’. Ihr Herrn und Frau’n, die Ihr einst Kinder wart, seid es heut’ wieder, freut Euch in ihrer Art. Das Christkind lädt zu seinem Markte ein, und wer da kommt, der soll willkommen sein.

Das Schauspiel mit dem Christkind hatten die Nationalsozialisten 1933 eingeführt, als der Christkindlesmarkt, dessen Anfänge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen sollen, nach seinem Versinken in der Bedeutungslosigkeit Ende des 19. Jahrhunderts, am 4.12.1933 feierlich auf dem damaligen Adolf-Hitler-Platz wiedereröffnet wurde. Der Spruch zur Eröffung wird immer wieder den Gegebenheiten der Zeit angepasst. 1933 war beispielsweise die Spruchzeile “An dieser hehren Stätte, die Deutschlands Führer weihten, und wo sich Nürnbergs Bürger voreinst als Kinder freuten.”, enthalten, was heutzutage fehl am Platze wäre.

Lieblingsstadt der Nationalsozialisten

Die traditionsreiche Stadt Nürnberg wurde von den Nationalsozialisten gerne benutzt und nach der Machtergreifung Adolf Hilters zur Stadt der Parteitage erklärt. Schließlich versuchten die Nazis sich ja als legitime Nachfolger der Herrscher Europas darzustellen. Dafür war die fränkische Metropole, die bereits im Mittelalter ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum und Ort der kaiserlichen Reichstage war, geradezu ideal geeignet.

Die Stadt Nürnberg wurde erstmals im Jahr 1050 urkundlich erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts erlebte die Stadt eine erste Blütezeit und war bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 eigenständige Reichsstadt. Die mittelalterliche Stadt Nürnberg galt als eine der bedeutendsten Altstädte Europas, die ein Ende in den massiven Zerstörungen des 2. Weltkriegs fand. In der Nachkriegszeit wurden einige Wahrzeichen der Stadt Nürnberg originalgetreu wieder aufgebaut, während die Altstadt nur sehr schematisch instandgesetzt wurde. Ironischerweise gibt es das Reichsparteitagsgelände aber bis heute.

Im 20. Jahrhundert wurde die Stadt Nürnberg in der Welt bekannt durch die dort abgehaltenen Reichsparteitage der Nationalsozialisten. Hauptsächlich aber auch durch die in den Nachkriegsjahren dort stattfindenden Nürnberger Prozesse, als man die Nazis und Funktionäre, die sich nicht durch Selbstmord oder Flucht einer Strafe entziehen konnten, zu richten.

Nürnberger Lebkuchen

21. Dezember 2021

Nürnberger Lebkuchen schmecken ausgezeichnet, müssen nach dem Backen allerdings einige Zeit gelagert werden.

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Zutaten
  • 4 Eier
  • 250 g Zucker
  • 70 g Orangeat
  • 70 g Zitronat
  • 1 TL Wasser
  • 2 g Hirschhornsalz
  • 70 g Mandeln, gehackt
  • 250 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 5 g Zimt, gemahlen
  • 1/4 TL Nelken, gemahlen
  • 1/4 TL Muskatnuss, gemahlen
  • 1/4 TL Kardamom, gemahlen
  • ca. 35 Oblaten 12 x 5 cm
Anleitung
  • Step 1 Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen*.
  • Step 2 Das Hirschhornsalz in dem Wasser auflösen und zu der Masse hinzufügen.
  • Step 3 Zitronat, Orangeat und die gehackten Mandeln hinzufügen.
  • Step 4 Das Mehl mit den Gewürzen mischen und ebenfalls hinzufügen. Alles gut vermischen.
  • Step 5 Die Schüssel* abdecken und den Teig 5 Stunden ruhen lassen.
  • Step 6 Die Oblaten mit Hilfe eines Teigstabes* in 12 x 5 cm große Stücke schneiden.
  • Step 7 Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Step 8 Die Oblaten mit dem Teig bestreichen und auf die Backbleche verteilen. Über Nacht trocknen lassen.
  • Step 9 Den Backofen auf 160°C vorheizen.
  • Step 10 Die Nürnberger Lebkuchen ca. 20 Minuten backen. Nach dem Auskühlen sind die Lebkuchen hart und müssen ca. 14 Tage z. B. in einer Blechdose* gelagert werden, bevor man sie verputzen kann.

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