Saarländische Zimtwaffeln – Knusprige Waffeln zum Advent

Saarländische Zimtwaffeln – Knusprige Waffeln zum Advent

Waffelrezepte gibt es viele. Diese Zimtwaffeln sind allerdings etwas Besonderes. Sie sind knusprig, lecker und enthalten eine Menge Zimt. Man sollte daher darauf achten, dass man den hochwertigen Ceylon-Zimt verwendet, da dieser viel weniger des in größeren Mengen gesundheitsschädlichen Cumarins enthält. Diese Zimtwaffeln werden traditionell in der Adventszeit im Saarland gebacken.

BUKECHI | Saarländische Zimtwaffeln

Das Saarland von der Antike bis ins Mittelalter

Die Geschichte des Saarlandes ist wechselvoll. Daher versuchen wir uns auf die wesentlichen geschichtlichen Zusammenhänge zu beschränken.

Bereits im Gallischen Krieg unter Julius Cäsar fiel das heutige Saarland in die Hände des Römischen Reiches, da die dort ansässigen Kelten den Arvernerfürsten Vercingetorix 52 vor Christus unterstützt hatten. Die Asterix-Leser unter euch werden sich erinnern.

In Zeiten der Völkerwanderung wurden die Städte des Saarlandes mehrfach von Franken und Alemannen ausgeplündert und niedergebrannt. Ende des 5. Jahrhunderts kam das Saarland unter dem König Chlodwig I. unter fränkischen Einfluss. Die Merowinger wurden später durch die Karolinger abgelöst. Als das Karolingerreich 843 nach dem Vertrag von Verdun in drei Herrschaftsgebiete unter den verbliebenden Söhnen Kaiser Ludwigs des Frommen aufgeteilt wurde, bekam Lothar als ältester Sohn die Kaiserwürde. Er erhielt das Mittelreich Lotharii Regnum. Karl der Kahle erhielt das Westfrankenreich, woraus sich das heutige Frankreich entwickelte. Ludwig der Deutsche erhielt das Ostfrankenreich aus dem sich das Heilige Römische Reich und später das heutige Deutschland entwickelte. 870 nach dem Tod Lothar II. wurde das nach ihm benannte Lotharingien (späteres Lothringen) mit dem Vertrag von Meersen aufgeteilt. Zu dieser Zeit wurde das heutige Saarland immer wieder von Wikingern und Ungarn überfallen. Unter König Heinrich I. aus der Dynastie der Ottonen und den Sieg Otto I. über die Ungarn 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld stabilisierte sich die Lage.

Reformation und Dreißigjähriger Krieg

Zu Zeiten der Reformation wurde das heutige Saarland protestantisch und es wurden hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich aufgenommen. 1557 wurde die Augsburger Konfession eingeführt. Wallfahrten, Heiligenverehrung, Reliquienkult wurden verboten, da es sich um katholische Praktiken handelte. Heidnische Bräuche zu Fastnacht, Pfingsten, Walpurgisnacht und zum Johannistag wurden ebenfalls untersagt. Ab dem 16. Jahrhundert war das Saarland immer wieder von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen. Der Dreißigjährige Krieg, der Devolutionskrieg, der Holländische Krieg, der Pfälzische Erbfolgekrieg, der Spanische Erbfolgekrieg, der Polnische Thronfolgekrieg sowie die Französische Revolution und die Napoleonischen Kriege durchzogen das Saarland.

Nach dem Westfälischen Frieden 1648 und in der Folgezeit erlangte Frankreich unter Louis XIV. die Herrschaft über die Gebiete des Saarlandes. In Saarlouis wurde eine mächtige Festung zur Verteidigung der französischen Ostgrenze errichtet. Die besetzten Gebiete erhielten den Namen Province de la Sarre. In der Folge der französischen Herrschaft wurde der Katholizismus stark gefördert. Louis XIV. wiederrief 1685 im Edikt von Fontainebleu das Edikt von Nantes von 1598, das den Hugenotten nach der Bartholomäusnacht weitgehende Religionfreiheit zugesichert hatte. Den Reformierten wurde die Ausübung des Glaubens untersagt. Der Wechsel des Glaubens hin zum Katholizismus wurde durch Steuerbefreiungen gefördert.

Von Napoleon bis heute

Unter Napoleon war das Saarland Teil des Ersten Kaiserreiches. Auf dem Rückzug von der Völkerschlacht bei Leipzig zog sich die französische Armee aus dem Gebiet zurück. Nach der Niederlage Napoleons und der Neuaufteilung der Gebiete im Wiener Kongress fiel ein Großteil des Saarlandes an die Königreiche Preußen und Bayern. Nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, der Reichsgründung und der Angliederung des Reichlandes Elsass-Lothringen verlor das Saarland seine Grenzlage. Das Saargebiet entwickelte sich zum drittgrößten Industriestandort des Deutschen Reichs. Nach der Kriegserklärung des Deutschen Reichs an Frankreich 1914 rückte der Erste Weltkrieg mit der Schlacht von Lothringen an die Grenze des Saarlandes. 1916 in der Schlacht von Verdun fand mit einer der blutigsten Materialschlachten der Krieg seinen traurigen Höhepunkt.

Mit Ende des Ersten Weltkriegs, der Novemberrevolution und dem Ende der Monarchie im Deutschen Reich begann eine neue Phase für das Saarland. In den Verhandlungen von Versailles 1919 um die Reparationen, die das Deutsche Reich an Frankreich leisten sollte, verlangte der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau die vollständige Angliederung des Saargebietes an Frankreich. Dies konnte jedoch nicht durchgesetzt werden. Stattdessen wurde das Saargebiet gemäß Versailler Vertrag ab 1920 mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt. Danach sollte in einer Volksabstimmung die Frage geklärt werden, ob das Saarland zum Deutschen Reich oder zu Frankreich gehören sollte.

Zum Zeitpunkt der Volksabstimmung 1935 waren die Nazis im Deutschen Reich an der Macht. Die Stimmung im Saargebiet war entsprechend aufgeheizt. Um die Wahl dennoch durchführen zu können, wurde der erste Blauhelmeinsatz der Geschichte durchgeführt. Letztlich stimmten über 90 % der Wahlberechtigten für einen Anschluss an das Deutsche Reich.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Saarland 1947 unter französischer Verwaltung zunächst ein eigener Staat. 1955 wurde darüber abgestimmt, ob dieser Status weiterhin gelten sollte oder ob das Saarland zu Deutschland gehören soll. Am 23. Oktober 1955 gaben 97 % der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 67,7 % stimmten gegen eine Teilautonomie des Saarlandes. Am ersten Januar 1957 trat das Saarland der Bundesrepublik Deutschland bei und wurde damit das zehnte Bundesland.

Saarländische Zimtwaffeln – Knusprige Waffeln zum Advent

23. Dezember 2021
: Leicht

Für die Zubereitung der Zimtwaffeln ist ein spezielles Waffeleisen erforderlich, das verschiedene Muster in die fertigen Waffeln brennt. Es ist etwas Übung erforderlich um die Waffeln perfekt zu backen. Da die Zimtwaffeln aber sehr lecker sind, wird man sie öfter backen. Die Übung kommt dann von allein. Am besten Ceylon-Zimt verwenden, da dieser nur sehr wenig Cumarin enthält.

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Zutaten
  • 400 g Mehl
  • 250 g Zucker
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 40 g Zimt, gemahlen
  • 6 Eier
Anleitung
  • Step 1 Die Butter und den Zucker in die Rührschüssel* geben und schaumig schlagen*.
  • Step 2 Die Eier nach und nach hinzufügen und weiter schaumig schlagen.
  • Step 3 Das Mehl mit dem Zimt vermischen und esslöffelweise unterrühren.
  • Step 4 Die Schüssel mit Folie bedecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  • Step 5 Am nächsten Tag das Waffeleisen* aufheizen.
  • Step 6 Eine kleine Teigmenge auf die einzelnen heißen Waffelfelder geben, den Deckel langsam schließen und andrücken. Der Teig kann auch zu kleinen Kugeln gerollt werden, die dann mittig auf die einzelnen Waffelfelder gelegt werden können.
  • Step 7 Je nach Waffeleisen die Zimtwaffeln fertigbacken.
  • Step 8 Wer die Waffeln dicker mag, kann etwas mehr Teig nehmen und das Waffeleisen nicht so fest zudrücken. Das ist aber auch abhängig vom verwendeten Waffeleisen und muss ausprobiert werden.
  • Step 9 Die Waffeln nach dem backen trennen, bevor sie hart werden und auskühlen lassen.
  • Step 10 Die fertigen Zimtwaffeln in luftdicht verschließbaren Keksdosen* lagern. So bleiben sie lange frisch.

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