Falsche Butterbrote – Bayerische Plätzchen

Falsche Butterbrote – Bayerische Plätzchen

Butterbrote zu Weihnachten? Ja! Das geht durchaus. Denn diese leckeren falschen Butterbrote sehen zwar aus, wie eine kleine Scheibe Schwarzbrot mit Butter und Schnittlauch, aber es sind natürlich leckere Weihnachtsplätzchen. Der Legende nach sollen diese Plätzchen dadurch entstanden sein, dass zum Ende des Weihnachtsfestes noch eine Menge Schokoladenkekse übrig waren. Die Schokoladenkekse wollten und sollten aber noch gegessen werden. Nach dem Festtagsessen und all den Leckereien wollte sie bloß niemand mehr anrühren. Plätzchen hatte jeder genug gegessen an den Weihnachtstagen. Damit die leckeren Schokokekse nicht übrigbleiben, bestrich die Hausherrin die Schokokekse mit einem Belag aus Eigelb und Zucker. Dann legte sie die so bestrichenen Schokoladenkekse zu den Butterbroten für die Brotzeit. Als der Ehemann dann eines der falschen Butterbrote nahm war er sehr überrascht. Die Frau lachte und beide aßen die falschen und richtigen Butterbrote komplett auf. Seitdem wurden die falschen Butterbrote noch oft gebacken.

BUKECHI | Falsche Butterbrote

Wie Bayern zu Deutschland kam

Am 23. November 1870 trat das Königreich Bayern dem Deutschen Reich bei. Eigentlich war man den Österreichern näher, als den Preußen, aber Otto von Bismarck machte dem Bayerischen Monarchen Ludwig II. ein Angebot, dass er nicht ablehnen konnte. Denn durch die kostspieligen Schlösser, die der Märchenkönig in den bayerischen Alpen errichten ließ und die heute unzählige Touristen in ihren Bann ziehen, war der Bayer ewig klamm und es drohte Ungemach wegen der hohen Kosten. Also sandte von Bismarck dem bayerischen König den sogenannten Kaiserbrief. Außerdem war es ein offenes Geheimnis, dass Ludwig II. in Geldnot war. Daher wurde eine geheime Vereinbarung geschlossen, die dem bayerischen Monarchen einen beträchtlichen Geldbetrag zusicherte, wenn er im Gegenzug die Ausrufung des Deutschen Kaisers und den Beitritt von Bayern zum Deutsche Reich unterstützt. Preußen ließ unter der Hand durchblicken, dass wenn seine Majestät die geforderte Erklärung nicht abgeben würde, es Bayern ähnlich wie dem Königreich Hannover ergehen könnte, welches widerrechtlich 1866 in Folge des Deutschen Kriegs von Preußen annektiert wurde. Bayern hatte seinerzeit mit dem Deutschen Bund, unter der Führung Österreichs und an der Seite von Hannover gegen Preußen gekämpft.

Österreich bevorzugt

Das Königreich Bayern hatte immer eine großdeutsche Lösung unter Führung Österreichs bevorzugt. Dazu sollte es aber nicht kommen. Nachdem Ludwig II. die Erklärung abgab und Wilhelm I. formell den Titel eines Kaisers antrug, trat Bayern am 23. November 1870 dem Verfassungsvertrag des Deutschen Reichs bei. Daraufhin wurde am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlosses Versailles der Deutsche Kaiser proklamiert und das Deutsche Kaiserreich gegründet. Zuvor hatte es schwierige Verhandlungen mit Bayern und weitgehende Zugeständnisse gegeben. So wurde Bayern eine eigene Armee zu Friedenszeiten, ein eigenes Post- und Fernmeldewesen sowie eine eigene Eisenbahn zugestanden. Auf die ursprünglich geforderte Anwesenheit Ludwig II. in Versailles wurde verzichtet. Außerdem erhielt Ludwig II. zunächst eine Abschlagszahlung und ab 1873 weitere Zahlungen, die von Otto von Bismarck ohne Wissen des Parlamentes oder Wilhelm I. und unter Nutzung von Schweizer Banken direkt dem Privatvermögen des Bayerischen Königs zuflossen. Die Zahlungen erfolgten unter Geheimhaltung aus dem von Preußen 1866 beschlagnahmten Welfenfond, also aus dem Privatvermögen des ehemaligen Königshauses von Hannover. Die Zahlungen kamen erst nach dem Tode Ludwig II. und dem Rücktritt Bismarcks ans Licht der Öffentlichkeit.

Drohende Pleite Ludwig II.

Trotz der erhaltenen Zahlungen aus Preußen drohte Ludwig II. wegen seiner ausufernden Bauprojekte 1885 erstmals die Pfändung. Besonders die Kosten der bewohnbaren Theaterkulisse Schloss Neuschwanstein liefen aus dem Ruder. Waren zunächst 3,2 Millionen Mark veranschlagt, beliefen sich die Baukosten bis zum Tod Ludwig II. bereits auf knappe 6, 2 Millionen Mark. Zwar wurde der Staatshaushalt dadurch nicht belastet, die Kosten wurden aus Privatvermögen des Königs aufgebracht, doch mussten immer neue Kredite aufgenommen werden. 1883 war Ludwig II. bereits mit über 7 Millionen Mark verschuldet. Der Streit mit der bayerischen Staatsregierung über die Verschuldung führte schließlich dazu, dass der König entmündigt und für regierungsunfähig erklärt wurde. Ludwig II. ertrank unter immer noch ungeklärten Umständen am 13. Juni 1886, zusammen mit seinem Psychiater im Starnberger See. Als Ludwig II. starb, war das Schloss Neuschwanstein noch immer eine Baustelle. Immerhin könnten die Kredite durch die Eintrittsgelder, die Besucher des Schlosses zahlten, abgelöst werden. Ludwig II. hatte zu seinen Lebzeiten nicht gewollt, dass das Schloss jemals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Aber nur 6 Wochen nach dem Tod des Monarchen könnten die ersten Besucher das Schloss besichtigen.

Vom König zum Nationalheiligen

Zu Lebzeiten waren die Bayern mindestens zwiegespalten, was das Verhältnis zu Ludwig II. angeht. Heutzutage wird er allerdings verehrt wie ein Nationalheiliger. Die hinterlassenen Schlösser Herrenchiemsee, Schloss Linderhof und allen voran das für immer unvollendete Schloss Neuschwanstein locken heute mehrere Millionen Touristen nach Bayern. Allein die jährlichen Einnahmen aus dem Schloss Neuschwanstein übersteigen dessen Baukosten.

Falsche Butterbrote – Bayerische Plätzchen

23. Dezember 2021
: Leicht

Falsche Butterbrote sehen toll aus und bereichern jeden Keksteller. Die bayerischen Klassiker schmecken außerdem auch noch besonders lecker. Da kann niemand widerstehen. TIPP:Die Haselnüsse zusammen mit der Kuvertüre durch die Mandelmühle drehen.

Zutaten
  • 70 g Butter
  • 140 g Zucker, zimmerwarm
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL Piment
  • 1/2 Vanilleschote, Mark
  • 1 Eigelb
  • 1 Ei
  • 90 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 200 g Haselnüsse, gemahlen
  • 100 g Zartbitterkuvertüre, gerieben
  • Für den Belag:
    3 Eigelb
    120 g Puderzucker
    Pistazien, grob gehackt
Anleitung
  • Step 1 Die Butter und den Zucker mit der Küchenmaschine* cremig rühren.
  • Step 2 Ein Ei trennen. Das Eiweiß anderweitig verwenden.
  • Step 3 Das Eigelb und ein weiteres Ei unter das Butter-Zuckergemisch rühren.
  • Step 4 Das Mark der halben Vanilleschote auskratzen und zusammen mit den Gewürzen in die Rührschüssel geben.
  • Step 5 Die gemahlenen Haselnüsse, das Mehl und die geriebene Zartbitterkuvertüre hinzufügen.
  • Step 6 Alles zu einem Teig verkneten.
  • Step 7 Den Teig in zwei Teile teilen, zwei Rollen daraus formen und in Frischhaltefolie wickeln.
  • Step 8 Die Rollen unten etwas flach drücken. Es sollte eine ovale Brotform entstehen.
  • Step 9 Die Rollen für einige Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Step 10 Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Step 11 Die Teigrollen aus der Folie auswickeln und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Step 12 Die Teigscheiben auf das Backblech legen.
  • Step 13 Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  • Step 14 Die falschen Butterbrote ca. 10 -12 Minuten backen.
  • Step 15 Die fertig gebackenen falschen Butterbrote abkühlen lassen.
  • Step 16 Für den Belag die Eier trennen.
  • Step 17 Den Puderzucker mit den Eigelben cremig rühren.
  • Step 18 Die abgekühlten falschen Butterbrot zuerst alle umdrehen, damit die schöne Seite oben liegt.
  • Step 19 Nun vorsichtig einen Klecks von der Creme auf die falschen Butterbrote mittig aufspritzen. Das geht am besten mit einem Spritzbeutel*. Aufpassen, dass die Creme nicht an den Seiten herunterläuft.
  • Step 20 Nun noch etwas gehackte Pistazien über die frisch aufgespritzte Creme streuen und trocknen lassen.

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