Quittengelee – Ein herbstlicher Genuss

Quittengelee – Ein herbstlicher Genuss

Quitten werden bereits seit der Antike genutzt. Hieronymus Bock nannte sie 1539 die Apotheke für arm und reich, denn die Quitten sind reich an Vitamin C, Natrium, Kalium, Zink, Eisen, Mangan, Fluor, Tanninen, Gerbsäure und Pektin. Von den Inhaltsstoffen können Quitten es mit jedem Apfel und jeder Birne aufnehmen. Es gibt da nur ein Problem: Quitten können in der Regel nicht roh gegessen werden. Es gibt zwar einige Sorten, die auch roh genossen werden können, aber die in Deutschland wachsenden Sorten gehören nicht dazu. Wer schon einmal versucht hat in eine Quitte zu beißen wird sich an eine sehr unreife Birne oder auch einen Stein erinnert gefühlt haben.

Quitten kann man zu Gelees, Marmeladen, Kompott, Quittenbrot oder auch zu Likör verarbeiten. Gekocht können Quitten auch als leckere Beilage zu Fleisch gereicht werden. Prinzipiell können Quitten sowohl gekocht, als auch gebacken oder gedünstet werden. Das Fruchtfleisch der Quitten ist sowohl roh, als auch gekocht ungiftig. Die Kerne der Quitte enthalten dagegen Blausäure und sollten vor der Zubereitung samt Kerngehäuse entfernt werden. Man müsste aber eine Menge Quittenkerne zerkauen, um eine tödliche Dosis von 1 bis 2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen.

Im Herbst ist Erntezeit

Die Quitte (Cydonia oblonga) ist ein Obstbaum, der zu den Rosengewächsen gehört und ist die einzige Art der Gattung Cydonia. Mitte bis Ende September färben sich die Quittenfrüchte gelb und sind damit erntereif. Quittenfrüchte können je nachdem, ob es sich um eine Apfel- oder Birnenquitte handelt, apfel- oder birnenförmig sein. Reife Quitten lassen sich schon am Geruch erkennen und auch als Duftspender verwenden, denn sie verströmen ein unglaublich angenehmes, fruchtiges Aroma. Der unverwechselbare Duft wird durch bis zu 150 flüchtige Aromen verursacht. Bei der Beurteilung der Reife sollte man sich aber nicht nur auf den Duft verlassen. Wenn die Quitten sich einfach abdrehen lassen, sind die Quitten reif. Sie sollten auf jeden Fall vor den ersten Frösten geerntet werden.

Der flaumige Belag  der Quitten muss vor der weiteren Verarbeitung mit einem groben Handtuch abgerieben werden. Schwarze oder braune Flecken auf der Schale sind in der Regel unbedenklich, ebenso wie leicht bräunliches Fruchtfleisch. Die Quitten sollten nach der Ernte nicht zu lange gelagert werden, da sich das Pektin abzubauen beginnt.

BUKECHI | Quitten

Woher stammen die Quitten?

Die ursprünglich Heimat der Quitte war der südliche Kaukasus. Von dort wurde die Pflanze bereits in der Antike bis nach Südeuropa und rund um das Mittelmeer verbreitet. Durch das Römische Reich fand die Quitte weitere Verbreitung in Europa. In heutiger Zeit wächst die Quitte rund um die Welt in entsprechenden Klimazonen. Mittlerweile gibt es mehrere hundert offizielle Sorten der Quitte. Die meisten Quitten werden in der Türkei angebaut. Die Quittenfrüchte in Deutschland erreichen ein Gewicht von bis zu 800 g, während in südlichen Anbaugebieten die Früchte bis zu 2 kg schwer werden können.

Namensgeber der Marmelade

Aus dem Wort für Quitten mit Honig (melimelon), dem Proviant der Seefahrer entstand das portugiesische Wort marmelo (Quitte), das mit selbiger Bedeutung ins Japanische übernommen wurde. Aus dem Wort marmelo entwickelte sich das Wort Marmelade. Womit wir wieder beim Thema Marmelade wären. Das Quittengelee ist ultralecker und kann auch für allerlei Gebäck, wie zum Beispiel für unsere Dominosteine, verwendet werden. Die Quittenreste, die bei der Herstellung des Quittengelees übrigbleiben, können zu leckerem Quittenbrot verarbeitet werden.
BUKECHI | Quittengelee

Quittengelee – Selbstgemacht am besten

20. September 2022
: Leicht

Das Quittengelee lässt sich bei Bedarf variieren, zum Beispiel mit Zimt, Gewürznelken, Sternanis oder Vanille. Aber auch Alkohol wie Cognac, Rum oder Likör passen gut zum Quittengelee. Alkohol erst nach dem Kochen zufügen. Das Quittenaroma harmoniert aber auch perfekt mit Ingwer, Rosinen, Vanille, Orangenschale, Szechuanpfeffer, Koriander und Kardamom.

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Zutaten
  • Beliebige Menge Quitten
  • 1 Zitrone, Saft, bei Bedarf mehr
  • Wasser nach Bedarf
  • Für das Quittengelee:
    1 Liter Quittensaft
    1000 g Gelierzucker 1:1
Anleitung
  • Step 1 Ein Liter Wasser in einen großen Topf* geben.
  • Step 2 Die Zitrone auspressen und den Saft hinzufügen.
  • Step 3 Die Quitten mit einem trockenen Tuch abreiben, um den Flaum zu entfernen.
  • Step 4 Die Quitten waschen und in grobe Stücke schneiden. Den Blüten- und Stielansatz, sowie das Kerngehäuse dabei entfernen.
  • Step 5 Die Quittenwürfel sofort in den Topf geben, damit das Fruchtfleisch nicht braun wird. Bei Bedarf weiteres Wasser hinzufügen, bis die Quittenwürfel leicht mit Wasser bedeckt sind. Je Liter Wasser den Saft einer weiteren Zitrone hinzufügen.
  • Step 6 Die Quittenwürfel aufkochen. Dann leicht köchelnd 2 – 3 Stunden weichkochen.
  • Step 7 Ein Passiertuch* in ein Küchensieb legen und auf einen großen Topf legen. Den gesamten leicht abgekühlten Topfinhalt in das Passiertuch schütten und am besten über Nacht abtropfen lassen.
  • Step 8 Wer das Quittengelee möglich klar haben möchte, sollte das verbliebene Fruchtfleisch nicht auspressen, sondern z. B. für Quittenbrot verwenden.
  • Step 9 Den verbliebenen Quittensaft abwiegen und mit 1:1 Gelierzucker in gleicher Menge vermischen.
  • Step 10 Den Quittensaft aufkochen und dabei immer wieder umrühren. Gegebenenfalls entstehenden Schaum abschöpfen. Nach Anleitung auf der Verpackung des Gelierzuckers vorgehen, was die Kochdauer angeht.
  • Step 11 Das fertige Quittengelee noch heiß in Gläser* füllen. Die verschlossenen Gläser 5 – 10 Minuten auf den Kopf stellen. Dann umdrehen und abkühlen lassen.

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