Fränkische Schneeballen – Ein herrliches Gebäck seit 300 Jahren

Fränkische Schneeballen – Ein herrliches Gebäck seit 300 Jahren

Die Fränkischen Schneeballen erfreuen sich auch außerhalb von Franken immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile kann man fränkische Schneeballen in zahlreichen Varianten, z. B. mit Schokoladenüberzug oder mit Nüssen und Streuseln kaufen. Aber auch mit Marzipan, Nougat und anderen Füllungen werden die Schneeballen verkauft. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet Franken (z. B. Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Feuchtwangen) und Österreich das ganze Jahr über. Ansonsten findet man die Schneeballen auf fast jedem Weihnachtsmarkt in Deutschland.

Fränkische Schneeballen werden seit mindestens 300 Jahren gebacken. Sie wurden nur zu großen Festlichkeiten wie Hochzeiten und Kirchweihfesten gebacken. Heute sind sie ein beliebtes touristisches Mitbringsel, sowie eine Weihnachtsleckerei.

Die Grundform der fränkische Schneeballen, also der ausgebackene, mit Puderzucker betreute Schneeballen ist aufgrund seiner Trockenheit ungekühlt ca. 8 Wochen haltbar. Die gefüllten und überzogenen Varianten sollten eher verzehrt werden.

BUKECHI | Fränkische Schneeballen

Da wir eine relativ große Schneeballenform* besitzen, haben wir die doppelte Teigmenge, die im Rezept angegeben ist in die Form gegeben. Dann ergab sich eine perfekte Form der fertigen Schneeballen. Die im Rezept genannten Zutaten reichten bei uns daher nur für 6 fränkische Schneeballen. Ansonsten können es bis zu 12 Schneeballen werden. Eine Schneeballenform ist nicht unbedingt erforderlich. Wenn der Teig nach dem Auffädeln auf den Kochlöffelstiel grob mit den Händen zu einer Kugel geformt wird und im heißen Öl ggf. mit einem hitzebeständigen Schaumlöffel oder ähnlichen in Form gehalten wird, kommen nicht ganz so runden Formen, aber immerhin Storchennester dabei raus. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch.

Fränkische Schneeballen

11. November 2020
: Mittel

Die Fränkischen Schneeballen sind ein traditionelles Gebäck. Früher wurden die Schneeballen nur zu großen Festlichkeiten wie Kirchweihfesten, Hochzeiten usw. gebacken. Wenn die Schneeballen ohne die spezielle Schneeballenform gebacken werden, werden sie auch als Storchennester bezeichnet.

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Zutaten
  • 375 g Weizenmehl Type 405
  • 1 Prise Salz
  • 1 1/2 TL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g Creme fraiche (30%)
  • 2 Eigelbe
  • 1 Ei
  • optional: 3 EL Kirsch- oder Zwetschgenwasser
  • 2 Liter Öl zum Frittieren
  • optional: Schneeballeneisen/Schneeballform
Anleitung
  • Step 1 Das Mehl mit dem Salz, Zucker und Vanillinzucker in einer Schüssel* vermischen. In die Mitte eine Mulde drücken.
  • Step 2 Zwei Eier trennen und die beiden Eigelbe in die Mulde geben.
  • Step 3 Ein weiteres Ei aufschlagen und inklusive Eiweiß ebenfalls in die Mulde geben.
  • Step 4 Die Butter in Stückchen auf den Mehlrand geben.
  • Step 5 Das Creme fraiche in kleinen Häufchen ebenfalls auf den Mehlrand geben.
  • Step 6 Wenn gewünscht Kirsch oder Zwetschgenwasser hinzufügen.
  • Step 7 Die Zutaten von der Mitte aus mit den Händen zu einem festen Teig verarbeiten.
  • Step 8 Den Teig in Folie wickeln und über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Step 9 Am nächsten Tag den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte ca. 3 mm dick ausrollen (hier helfen Teigstäbe* sehr gut) und ca. 17 x 17 cm große Quadrate mit einem gezackten Teigrad* ausschneiden. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
  • Step 10 Das Öl in der Fritteuse* oder einen Topf* auf 170°C erhitzen.
  • Step 11 Jede Teigplatte mit dem gezackten Teigrad in 1 – 1,5 cm Abständen einschneiden. Dabei nicht bis zum Rand einschneiden, sondern einen ca. 1, 5 cm Rand übrig lassen.
  • Step 12 Wenn eine Schneeballform* genutzt wird, die vor dem ersten Einfüllen im heißen Öl erwärmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Step 13 Nun jede Teigplatte auf einen Kochlöffelstiel auffädeln. Dabei immer einen Einschnitt auffädeln und den nächsten frei lassen.
  • Step 14 Beim Hochheben des Kochlöffels den Teig mit der anderen Hand locker von unten festhalten.Wenn eine Schneeballform genutzt wird, den Teig in die offene Form gleiten lassen, verschließen und aufrecht in das heiße Öl stellen. Die Schneeballform an der Halterung festhalten und für ca. 30 Sekunden im Öl drehen, damit eine runde Form des Schneeballen entsteht.
  • Step 15 Anschließend die Schneeballform für ca. 2 – 3 Minuten schräg in das Öl legen und ein bis zweimal drehen. Dann die Schneeballform öffnen und den Schneeballen noch einmal 2 – 3 Minuten unter gelegentlichem wenden frittieren. Währenddessen kann der nächste Schneeballen in die Schneeballform gegeben und wie beschrieben verarbeitet werden.
  • Step 16 Wenn keine Schneeballform genutzt wird, kann der aufgefädelte Teig vorsichtig vom Kochlöffel in die Hände genommen, locker zu einer Kugel geformt und in das heiße Öl zum Frittieren gegeben werden.
  • Step 17 Nach dem Frittieren die Schneeballen großzügig mit Puderzucker bestreuen.

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1 thought on “Fränkische Schneeballen – Ein herrliches Gebäck seit 300 Jahren”

  • Uns erreichten einige Nachrichten aus dem schönen Franken. Es wurde mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass die Schneeballen im Norden der Republik als Weihnachtsgebäck gelten. In Franken, so war die einhellige Meinung, wird das Gebäck nur z. B. zu Hochzeiten oder Kirchweih und zur Kommunion gebacken. Außerdem wird das Gebäck häufig als “Gschniddna Hosn” oder auch “Geschnittene Hasen” bezeichnet. Deshalb lieben wir nicht nur die Vielfalt der traditionellen Gebäcke, sondern ebenso die vielfältigen Dialekte und die Geschichten dahinter.
    Der Sprach- und Geschichtsforscher Herbert Maaß hat im Jahr 1962 ein Wörterbuch nur über fränkische Dialekte herausgegeben “Wou di Hasn Hosn un di Hosn Husn haßn”.
    Haben die von uns veröffentlichten Gebäcke in eurer Region andere Namen, als die die wir verwenden oder werden sie bei euch zu anderen Gelegenheiten gebacken? Wir freuen uns über jeden Hinweis und jeden Kommentar!

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