Hohenzollernküchlein – Wenig bekanntes Gebäck

Hohenzollernküchlein – Wenig bekanntes Gebäck

Im Hohenzollernlied heißt es unter anderem:

“Nicht weit von Württemberg und Baden,
Von Bayern und der schönen Schweiz,
Da liegt ein Berg, der unter allen
Der schöne Hohenzoller heißt.

Geschmückt mit deutschen Fürstenkronen
Ragt hoch der stolze Fels empor,
Schützt alle seine Unterthanen,
Verschließt sie fest in seinem Thor.”

Die Burg Hohenzollern in Bisingen/Baden-Württemberg liegt auf dem Gipfel des 855 Meter hohen Berges Hohenzollern und ist der Stammsitz des Fürstengeschlechts und preußischen Königs- und Kaiserhauses der Hohenzollern. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs und der Neugliederung Deutschlands wurde aus den Ländern Baden, Württemberg und Hohenzollern das heutige Bundesland Baden-Württemberg gebildet. Während die ehemals bedeutendste Dynastie des Deutschen Hochadels mit der Novemberrevolution am 9. November 1918 und der Ausrufung der Weimarer Republik längst ihre politische Macht verloren hat, gehört der Stammsitz weiterhin den Nachfahren des letzten Deutschen Kaisers um das Oberhaupt Georg Friedrich Prinz von Preußen.

Das Haus Hohenzollern

Die Geschichte des Hauses Hohenzollern reicht mindestens bis in das Jahr 1061 zurück. Der Aufstieg der Hohenzollern begann allerdings erst im Jahr 1415, als Friedrich VI. die Mark Brandenburg zufiel. Als Markgrafen stand den Hohenzollern als Kurfürsten eine Stimme bei der Wahl der römisch-deutschen Könige des Heiligen Römischen Reichs zu. Ein anderer Zweig der Hohenzollern regierte seit 1525 den Deutschordensstaat in Ostpreußen. Als 1618 diese Gebiet an den brandenburgischen Teil der Hohenzollern fiel, entwickelte sich daraus Brandenburg-Preußen und mit der Krönung Friedrichs III. 1701 schließlich das Königreich Preußen.

Preußen – Aufstieg und Fall

Mit Friedrich Wilhelm I. begann Preußen ab 1713 die Armee aufzurüsten und wurde nach dem siegreichen Siebenjährigen Krieg unter Friedrich dem Großen zur europäischen Großmacht. Der preußische König Wilhelm I. wurde schließlich nach dem Deutsch-Französischem Krieg 1871 zum Kaiser des Deutschen Kaiserreichs erhoben. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs flüchtete der ehemalige Kaiser, Wilhelm II. 1918 zur Verwandtschaft in die Niederlande und träumte im Exil im Haus Doorn davon eines Tages als Kaiser auf den Thron der Heimat zurückzukehren. Kaiser Wilhelm II. fantasierte immer wieder, dass er den Marstall nicht mehr bräuchte, da man Autos statt Pferde für den Verkehr benötigen würde, wenn er nach Deutschland zurückkehren werde.

Jede noch so kleine Veränderung in der alten Heimat wurde als Zeichen für die Rückkehr gedeutet. Die Hoffnung vom deutschen Adel oder den Offizieren gerufen zu werden zerschlug sich. Auch die Arbeiter im Deutschen Reich, von denen Wilhelm II. glaubte, “Ich brauchte nur zu pfeifen, dann hätte ich Zehntausende hinter mir”, blieben still. Dann kamen die Nazis an die Macht und er träumte davon, dass Adolf Hitler ihn heim ins Reich holen werde. Angetrieben von der zweiten Ehefrau Hermine wurde sogar Hermann Göring in das Haus Doorn geladen, um eine Rückkehr zum Thron zu evaluieren. Alles anbiedern half nichts. Adolf Hitler kam an die Macht, stellte die Monarchie nicht wieder her und regierte ohne seine Majestät. Stattdessen organisierte Ehefrau Hermine Kaffeefahrten zum Hause Doorn und stellte ihren Mann zur Schau, der sich schließlich darüber beschwerte, dass er für zehn Pfennige wie ein Kamel jedem der zahlt gezeigt werden würde.

Der einstige Kaiser zog sich zurück. Die ersten Feldzüge der Nationalsozialisten verfolgte Wilhelm II. sehr interessiert und zeichnete alle Schlachten in Karten ein, als würde er sie leiten müssen. Als der Frankreichfeldzug siegreich endete, was seiner Majestät in seinem Krieg nie vergönnt war, sandte Wilhelm II. sogar persönlich ein Glückwunschtelegramm an Adolf Hitler, erhielt aber nie eine Antwort. Dennoch war der ehemalige Kaiser bis kurz vor seinem Tod begeistert von den Siegen der Deutschen Wehrmacht. Nichts anderes, auch nicht seine Rückkehr soll ihn noch beschäftigt haben bis er am 4. Juni 1941 im Haus Doorn an einer Lungenembolie starb.

Hohenzollernküchlein – Wenig bekanntes Gebäck

17. Dezember 2021
: Leicht

Die Hohenzollernküchlein sind ein eher unbekanntes feines Weihnachtsgebäck, das ihr unbedingt einmal ausprobieren solltet.

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Zutaten
  • 500 g Weizenmehl Type 405 oder 550
  • 400 g brauner Zucker
  • 4 Eier
  • 200 g Mandeln, grob gehackt
  • 1 TL Backpulver
  • 50 g Schokolade, gerieben
  • 50 g Zitronat, gehackt
  • 1/2 Vanilleschote, Mark
  • 1 Prise Muskat, gemahlen
Anleitung
  • Step 1 Die Mandeln grob hacken.
  • Step 2 Das Zitronat hacken und die Schokolade reiben.
  • Step 3 Die Vanilleschote halbieren und das Mark auskratzen.
  • Step 4 Alle Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine* geben und zu einem Knetteig verarbeiten.
  • Step 5 Den Backofen auf 180°C vorheizen.
  • Step 6 Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Step 7 Den Teig zu daumendicken Rollen formen, etwas flachdrücken und mit einem Teigmesser* ca. 10 cm lange Stücke abschneiden.
  • Step 8 Die Teigstücke auf das Backblech legen und ca. 12 – 15 Minuten in den Backofen schieben.

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