Heidesand – Leckere norddeutsche Spezialität

Heidesand – Leckere norddeutsche Spezialität

Heidesand sieht relativ unscheinbar aus. Nicht nur dieses wunderbar mürbe, shortbreadartige Gebäck, sondern auch der Namensgeber in der Lüneburger Heide. Eigentlich soll dieses Gebäck zu den Gebäcken für die Adventszeit zählen. Wir sehen aber immer wieder handtellergroßen Heidesand das ganze Jahr über in der Auslage der Bäckerei und das ist auch gut so. Denn das Gebäck schmeckt einfach lecker. Wie wäre es einen Heidesand im Heidesand zu genießen bei einem Ausflug in die Lüneburger Heide?

BUKECHI | Lüneburger Heide - Wanderweg

Lüneburger Heide – Wanderweg

Während Anfang des 19. Jahrhunderts noch weite Teile Norddeutschlands aus Heidelandschaft bestanden, erstreckt sich die heute noch vorhandene Lüneburger Heide auf ein Gebiet, das zwischen Lüneburg, Hamburg und Celle liegt. Die Heidelandschaft ist eine Kulturlandschaft, die durch großflächige Überweidung bereits in der Jungsteinzeit entstanden ist. Die ehemals an dieser Stelle vorhandenen Wälder wurden dadurch vernichtet. Auf dem kargen, unfruchtbaren Sandboden konnten sich nur wenige Pflanzen etablieren. Dazu zählt vor allem die Besenheide, umgangssprachlich auch Erika genannt und verschiedene Nadelgehölze, vor allem Wacholder. Die heutige Lüneburger Heide wird durch die Beweidung mit Heidschnucken offengehalten. Würde man dies nicht mehr durchführen, würde über kurz oder lang die Heidefläche verschwinden.

BUKECHI | Lüneburger Heide - Besenheide

Lüneburger Heide – Besenheide

BUKECHI | Lüneburger Heide - Wacholderbeeren

Lüneburger Heide – Wacholderbeeren

Besonders schön ist die Lüneburger Heide zur Blütezeit der Besenheide, die ihren Namen daher hat, dass man in früheren Zeiten tatsächlich Besen daraus fertigte. Die Blütezeit der Besenheide kann man sich durch eine Faustregel, dass die Heide vom 8.8. bis zum 9.9. eines jeden Jahres blüht, gut merken. Je nach Wetterlage kann sich dies natürlich um einige Tage verschieben. Grob gesagt ist Mitte bis Ende August aber eine gute Zeit, um die Lüneburger Heide mit ihren schier endlosen violetten Blütenteppichen zu besuchen. Es gibt zahlreiche Wanderwege für kurze und auch längere Touren, z. B. den Heidschnuckenweg, bei dem es sich um Deutschlands schönsten Wanderweg handeln soll:

Heidschnuckenweg – Deutschlands schönster Wanderweg

Heidesand – Eine norddeutsche Spezialität

7. Oktober 2020
: Leicht

Heidesand schmeckt ähnlich dem Shortbread. Das Gebäck ist relativ einfach herzustellen, wenn man berücksichtigt, dass die Kekse sehr leicht zerbrechen, wenn sie noch warm sind. Den Durchmesser der Heidesandscheiben könnt ihr durch die Dicke der Teigrolle auch selbst bestimmen. Beim Bäcker sehen wir auch immer wieder handtellergroßen Heidesand.

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Zutaten
  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 400 g Weizenmehl Type 405
Anleitung
  • Step 1 Die Butter in einem Topf* schmelzen und leicht bräunen. Abkühlen lassen.
  • Step 2 Die gebräunte Butter mit dem Zucker und Salz schaumig schlagen*.
  • Step 3 Das Mehl nach und nach unterkneten.
  • Step 4 Den fertigen Teig zu einer Rolle mit ca. 4 cm durchmesser formen, in Frischhaltefolie einrollen und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Step 5 Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auswickeln. Die Teigrolle in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden (hier helfen Teigstäbe* sehr gut).
  • Step 6 Den Backofen auf 175°C vorheizen.
  • Step 7 Die Teigscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Step 8 Das Backblech für ca. 10 Minuten in den Ofen schieben. Die Plätzchen nicht zu dunkel werden lassen.
  • Step 9 Den Heidesand komplett auskühlen lassen. WICHTIG: Die Plätzchen auf keinen Fall anheben, bevor sie komplett abgekühlt sind. Sie würden sonst zerbröseln. Nach dem Auskühlen sind sie dagegen fest.
  • Step 10 Man kann das Backpapier auch samt Plätzchen vom Backblech ziehen und es komplett zum Auskühlen auf ein Küchenrost* legen.

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