Der Malzessig gilt gemeinhin als „Ketchup der Briten“ und man sagt, dass er von den Bewohnern der britischen Inseln wie der Tomatenketchup im Rest der Welt konsumiert wird. Beim erstmaligen Verkosten des Malzessigs werden sich dem Einen oder Anderen vielleicht die Nackenhaare kräuseln. Bei mehrfacher Verwendung des Malzessiggebräus wird man jedoch eines feststellen – Malzessig macht auf gewisse Weise süchtig. Dieser süß-säuerlich-malzige Geschmack. Einziges Manko ist, dass man den Malzessig in Deutschland nicht einfach in jedem Laden kaufen kann. Daher ist die beste Möglichkeit, den Malzessig selbst herzustellen.
Was macht den Malzessig aus?
Malzessig ist eine Essigsorte, die aus gemälztem Getreide, meist Gerste, hergestellt wird. Der Zucker, der durch das Mälzen entsteht, wird zunächst zu Alkohol fermentiert. Der Alkohol wird in einer zweiten Gärung dann in Essigsäure umgewandelt. Dadurch ein Essig mit einer leichten Süße, einem reichen, würzigen, leicht erdigen Geschmack. Das unterscheidet Malzessig von anderen Essigsorten wie Weißweinessig oder Apfelessig. Malzessig ist weniger scharf, als weißer Essig und hat eine leichte Karamellnote.
Bei unserem Rezept für den Malzessig haben wir uns für einen Ansatzessig entschieden. Dieser ist deutlich einfacher, schneller und gelingsicherer herzustellen, als mit Hilfe einer Essigmutter. Etwas anderes, als einen Ansatzessig wird man häufig auch nicht erhalten, wenn man eine Flasche Malzessig im Onlinehandel erwirbt. Nur, dass dieser deutlich teurer sein wird, als die selbstgemachte Version.
Wie eingangs bereits geschrieben, wird der Malzessig von den Briten wie Ketchup verwendet. Zumindest was Pommes frites, im Vereinigten Königreich als Chips bezeichnet, trifft dies tatsächlich zu. Denn neben Salz wird eine gute Menge Malzessig vor dem Verzehr von Fish and Chips, auf die Chips und über den Fisch gegeben. Malzessig wird aber auch zum Einlegen verwendet. Zum Beispiel zum Einlegen von Zwiebeln. Eingelegte Zwiebeln gehören, wie Fish and Chips und Sandwiches zu den Nationalgerichten in Großbritannien. Typisch britisch eben.
Malzessig – Günstig selber ansetzen
Malzessig lässt sich als Ansatzessig sehr einfach, mit nur wenigen Zutaten, selbst herstellen.

Zutaten
- 250 ml heller Essig (5% Säure), alternativ: 50 ml Essigessenz (25 % Säure) + 200 ml Wasser
- 15 g flüssiger Gerstenmalzextrakt
- 100 g Rohrzucker
Anleitung
- Step 1 Den Essig oder das Wasser zusammen mit der Essigessenz in einen großen Topf* geben.
- Step 2 Den Gerstenmalzextrakt* und Rohrzucker hinzufügen.
- Step 3 Alles gut verrühren und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen.
- Step 4 Anschließend den Sud in eine Flasche* füllen und verschlossen an einem dunklen Ort 7 – 10 Tage reifen lassen.
- Step 5 Ein Sieb mit einem Passiertuch* oder einer Mullwindel* auslegen. Den fertigen Malzessigansatz durch das Tuch filtern und in dunkle Flaschen* umfüllen. Alternativ Flaschen aus hellem Glas verwenden und dunkel lagern.
- Step 6 Der Malzessig ist nun fertig und kann verwendet werden.
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